Die Brasserie Engel

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Im Grundbuch der Stadt wurde am 14.6.1815 ein Kaufvertrag zwischen Theresia Wirth, geb Ruckenbrod und dem Georg Hansjakob andererseits geschlossen. Der Käufer Hansjakob erhielt von Frau Wirth für 9000 Gulden „ihr Haus und Hof, Scheuer und Stallungmit einem angrenzenden kleinen Garten und dem Schildrecht zum goldenen Engel als wahres Eigentum“.

Am 23.1.1896 wurde das Anwesen mit der Realwirtschaft zum Engel um 80000 Mark an den Brauereibesitzer Kempf verkauft. In den Jahren 1896/97 wurde von Kempf ein Neubau ertellt, ausgeführt wurde er vom Offenburger Archtekten Johann Schweiger. Die Genehmigung zum Abbruch hatte Kempf übrigens nur erhalten unter der Zusicherung, dass er drei Fremdenzimmer mit fünf Betten im Neubau erichtet. 1890 war bereits die Brauerei Kempf in der Wasserstrasse enstanden mit Dampf- und Eismaschine und hohem Schornstein

Offenburg„Während der letzten 25 Jahre (so schrieb die Presse 1922) ist das zu einem neuzeitlichen Geschäftshaus und Brauereibetrieb umgebaute „Engelreich“ auch eine beliebte vortrefflich geführte Stätte der leblichen Erholung ewesen, weit und breit bekannt.“

Während der Inflationsjahre ist die Brauerei Kempf nach dem ersten Weltkrieg geschlossen worden.

Nach der Zerstörung durch Fliegerbomben im zweiten Weltkrieg, wurde es von der Brauerei Ketterer wieder aufgebaut.

 

Bildquellen: eigene Archive, Volksbank Offenburg, Stadt Offenburg